Bildergalerie: So machst Du dir ganz einfach deine eigene

DIY-Bildergalerie selbst gedruckt

Eine Bildergalerie macht man sich am besten selbst. Alles, was man dafür braucht, ist ein PC und Farbdrucker, Lineal und Druckerpapier und natürlich viele Bilderrahmen. Worauf man bei der Auswahl der Rahmen achten sollte, habe ich bereits in diesem Artikel erklärt.

Die technischen Voraussetzungen für deine Bildergalerie

Beim Drucker spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Tintenstrahl- oder Laserdrucker handelt den man zu Hause hat, es sollte sich dabei nur um einen Farbdrucker handeln. Hat man keinen Zugang zu einem Drucker, kann man sich die Dateien auch zu Hause am Laptop oder PC vorbereiten, sie auf einen USB-Stick speichern und ganz einfach im Copy-Shop ausdrucken lassen.

Ich persönlich drucke zu Hause auf diesem Canon PIXMA Drucker*, da ich für meine kreativen Projekte unbedingt einen A3 Drucker brauche. Ein normaler A4-Drucker reicht aber natürlich für dieses Projekt hier vollkommen aus, es sei denn du willst ein größeres Bild oder Poster drucken (so wie das Bild in der Mitte in diesem Beispiel mit dem Frida Kahlo Selbstportrait), dann musst du natürlich wieder zum Copy-Shop.

Um die Bilder in der passenden Größe für den Rahmen zu drucken bedarf es keiner Photoshop-Kenntnisse. Microsoft Word reicht hierfür vollkommen aus. Ist das Programm nicht auf dem Laptop oder PC installiert, kann man auch zum Beispiel Open Office für Windows oder Mac nutzen, was kostenlos im Internet zu finden ist.

Das richtige Papier

Auch hier reicht normales 80 g / m2 A4-Druckerpapier vollkommen aus, insbesondere, wenn man mit einem Laserdrucker arbeitet. Verwendet man allerdings einen Inkjet- bzw. Tintenstrahldrucker, werden die Ausdrucke wesentlich schöner, edler und brillanter mit dem passenden Papier, so wie mit diesem hier von Avery Zweckform*. Die Oberfläche des Papiers ist seidenmatt und glatter als bei Normalpapier, die Papierstärke ist mit 100 g / m2 zudem höher und damit fester. Das Papier eignet sich für alle gängigen Inkjet-Drucker und lässt sich später auch noch für Einladungen, Bewerbungen, Präsentationen (Fotos auch) und vieles mehr verwenden.

Wer Fotos selber drucken möchte, kann das in der Regel mit seinem Drucker zu Hause auch tun. Hierfür eignet sich nach meiner Erfahrung jedoch ein Tintenstrahldrucker (also Inkjet-Drucker) besser für als ein Laserdrucker und speziell, wenn es ein Fotodrucker ist. Jeder Hersteller bietet auch das Fotopapier in verschiedenen Größen an, welches für seine Produkte am besten geeignet ist. Aus meiner Erfahrung heraus kann man aber auch ruhig mal zu günstigerem „No Name“ Fotopapier greifen, man muss einfach mal einige ausprobiert haben, wenn man öfter druckt.

Die Bildrecherche im Internet

Benutzt man Bilder für den Privatgebrauch und für die eigenen vier Wände, also für Einladungen an Familie und Freunde oder Bilder für beispielsweise unsere Bildergalerie hier für zu Hause, kann man sich nach Herzenslust im Internet bedienen. Das gilt natürlich nicht für einen Blog, eine Internetseite und Co., den die meisten Bilder sind urheberrechtlich geschützt und es kann schnell zu einer Abmahnung kommen – aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Ich suche meine Bilder fast ausschließlich über „Google Bilder“ und habe mir außerdem angewöhnt mit englischen Begriffen zu googeln, da man viel mehr Suchergebnisse bekommt, als in Deutsch. Für die Bildergalerie hier habe ich beispielsweise die folgenden Suchbegriffe in Google Bilder eingegeben: palm tree, palm, leaf, tropical leaf, leaves, tropical, exotic flowers, exotic plants, jungle, monsteria, aloe oder palm botanical drawing.

Einstellungen in der Google Bildersuche

Da die Bilder zum Drucken eine gute Auflösung benötigen (ideal wären mindestens 300 dpi, aber auch das ist wieder ein Thema für sich), nimmt man am besten nur große oder mittelgroße Bilder aus der Suche. Dazu klickt man unter Google den Reiter bzw. Tab „Bilder“ und anschließend rechts den Button „Tools“. Es öffnet sich eine Leiste mit Einstellungsoptionen. Öffne das Drop-Down-Menü „Größe“ und wähle „Groß“. Starte deine Suche erstmal damit. Solltest du keine passenden Bilder finden, wähle danach „Mittel“ und suche damit nochmal nach Bildern. Kleiner sollten die Bilder aber auf keinen Fall sein, weil sie sonst später beim Größer ziehen verpixelt und unscharf wären.

Gefällt Dir ein Bild, klicke einmal drauf, es vergrößert sich dann. Rechter Mausklick auf das Bild, „Bild speichern unter …“ wählen und das Bild anschließend in einen Ordner auf dem PC oder Mac speichern. Wenn es schnell gehen soll, speichere ich das Bild auch mal kurzfristig auf dem Desktop, aber eigentlich sollte man das nicht tun. Auf jeden Fall sollte man sich aber den Ordnerpfad merken, in den man seine Bilder gespeichert hat, damit man seine Bilder später auch wiederfindet (das hier ist nämlich ein typischer Anfänger-Fehler).

Die Vorbereitung

Schnapp dir deine/n Bilderrahmen, ein Lineal, eine Flasche Glasreiniger und Küchenpapier. Damit das Bild später auch genau in den Rahmen passt, müssen wir nachmessen. Nur weil beispielsweise „10 x 15 cm“ oder „13 x 18 cm“ draufsteht, heißt es in den seltensten Fällen, das das Maß genau stimmt. Um richtig zu messen, öffne den Bilderrahmen und messe mit dem Lineal die Größe des Glases aus. Notiere das Maß auf einem Zettel. Jetzt putze das Glas von beiden Seiten mit dem Küchenpapier und Glasreiniger und setzte es (möglichst ohne Fingerabdrücke) wieder in den Rahmen ein.

Jetzt geht es ans Zuschneiden und Drucken

Öffne Word und erstelle ein „Leeres Dokument“ (das ist standardmäßig die normale DIN A4 Größe).

Bildergalerie in Word erstellen, zuschneiden und drucken

Füge jetzt das Bild ein. Dazu gehst du auf „EINFÜGEN“, dann klickst du auf „Bilder“ – es öffnet sich ein Fenster. Wähle in der Spalte links oder in der Anzeige des Ordnerpfads darüber nun den Ordner bzw. Ordnerpfad aus, in dem sich dein Bild befindet und klicke unten auf „Einfügen“. In meinem Beispiel liegt das Bild auf dem Desktop.

Bild in Word einfügen

Wenn du das eingefügte Bild anklickst, zeigt dir Word unter „BILDTOOLS“ –> „FORMAT“ rechts oben in der Leiste die aktuelle Größe des eingefügten Bildes. In unserem Beispiel benötigen wir jetzt eine Bildgröße von 10 x 15 cm (dafür eignet sich das Hochformat der leeren DIN A4 Seite. Falls du ein größeres Bild drucken möchtest, wie z. B. 18 x 24 cm im Hochformat, reicht es auch, es kann allerdings sein, dass du die Ränder des DIN A4 Blattes verkleinern musst. Das machst du unter „SEITENLAYOUT“ –> „Seite einrichten“. Dort kannst du nicht nur die Seitenränder auswählen, sondern auch das Seitenformat, also Hochformat oder Querformat.)

Stellt man den Regler mit der Maus nun in der Breite auf 15 cm herunter, haben wir jedoch in diesem Fall eine Höhe von 11,25 cm anstatt den benötigten 10 cm. Wir müssen also das Bild zuschneiden.

Bilder in Word zuschneiden

Hierfür muss das Bild angeklickt sein. Klickt man nun rechts oben auf „Zuschneiden“ und wählt im Drop-Down-Menü ebenfalls „Zuschneiden“, erscheinen in unserem Bild sogenannte „Anfasser“. Diese hältst du mit der linken Maustaste fest und ziehst sie entweder oben oder unten oder links und rechts – jeweils in der Mitte – entsprechend in das Bild rein. Oben rechts wird dir dann immer die aktuelle Größe des zugeschnittenen Bildes angezeigt. Klickst du nun nochmal auf „Zuschneiden“, ist das Bild zugeschnitten (keine Sorge, du kannst das jederzeit rückgängig machen und die Größe neu anpassen).

Jetzt könntest du das Bild theoretisch schon drucken oder noch ein zweites Bild darunter einfügen, um Papier zu sparen. Da das gedruckte Bild sich deutlich vom weißen Hintergrund des Papiers abhebt, kannst du es jetzt problemlos mit der Schere ausschneiden und in den Rahmen setzen.

Was aber, wenn der Hintergrund des Bildes weiß oder fast weiß ist? Dann siehst du keinen Rand und weißt nicht, wo du mit der Schere lang schneiden musst, damit es später genau in den Rahmen passt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder du nimmst dein wie oben beschrieben zugeschnittenes Bild und gibst ihm einen Rahmen. Dafür klickst du das Bild wieder an und gehst auf „FORMAT“ –> „Bildrahmen“ und wählst dort deine gewünschte Rahmenfarbe aus.

Möglichkeit zwei (und meine aus Erfahrung bevorzugte Variante) ist, du verzichtest auf das Zuschneiden (weil es eine einzige Friemelei ist, bist das Maß millimetergenau stimmt) und legst dir einfach einen Rahmen in der genauen Größe darüber.

Eine Form oder einen Rahmen in Word einfügen

Dafür gehst du auf „EINFÜGEN“, klickst auf „Formen“ und wählst das Rechteck aus. Halte nun die linke Maustaste gedrückt und ziehe den Rahmen auf dein Bild. Die Höhe und Breite kannst du unter „FORMAT“ in der Menüleiste oben rechts nun genau festlegen (in unserem Beispiel sind es 10 x 15 cm). Du kannst den Rahmen außerdem mit der gedrückten linken Maustaste an die gewünschte Position auf dem Bild ziehen.

Rahmengröße in Word ändern

Gehe jetzt noch auf „Fülleffekt“ und wähle „Keine Füllung“ aus. Gehe darunter nun auf „Formkontur“ und wähle deine gewünschte Rahmenfarbe aus. Fertig. Nun kannst du dein Bild ausdrucken, am Rahmen entlang mit der Schere ausschneiden und passgenau einrahmen.  Noch ein paar mehr und fertig ist deine eigene, wunderschöne Bildergalerie!

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